Demokratie – die Unvollendete. Plädoyer für mehr Teilhabe. Erschienen im Juni 2017 im oekom-Verlag, herausgegeben von Mehr Demokratie, gratis hier herunterladbar. Hier die Presseankündigung von Mehr Demokratie:

„Demokratie auf dem Rückzug? Buch „Demokratie – Die Unvollendete“ zeigt Auswege aus der Krise

Die kürzlich erschienene Demokratie-Studie von Freedom House unter dem Titel „Breaking down Democracy“ sieht die Demokratie weltweit weiter auf dem Rückzug. Problematisch sei unter anderen, dass es selbst in demokratischen Ländern die Bewunderung für autoritäre Systeme wachse.

Das neue Buch „Demokratie – Die Unvollendete“, verfasst von Ute Scheub und herausgegeben vom Verein Mehr Demokratie, analysiert die Demokratiekrise und plädiert dafür, die Demokratie weiterzuentwickeln statt ihren Abgesang anzustimmen.

Zur Beschreibung eines funktionierenden Gemeinwesens nutzt Scheub die Musik als Metapher und nimmt Bezug auf die Resonanztheorie des Soziologen Hartmut Rosa. „Nichtresonanz, das Ausbleiben von Antworten, produziert Wutbürger“, schreibt Scheub. „Demokratie kann heute nur in Vorwärtsverteidigung gerettet werden: durch Verbreitung und Vertiefung, durch mehr Volksgesetzgebung, durch stärkere Inklusion aller Stimmen, durch eine Beteiligungskultur, die ihren Namen verdient.“ Die Autorin stellt konkrete Instrumente vor und tritt ein für die Verknüpfung verbindlicher direktdemokratischer Abstimmungen mit kollektiven Beratungsformen und Losverfahren.

„Demokratie – Die Unvollendete“ ist ein überraschendes, erfrischendes, hoffnungsvolles Buch zur Demokratie, in einfacher Sprache geschrieben und an ein breites Publikum gerichtet.“

Die Humusrevolution

Wie wir den Boden heilen, das Klima retten und die Ernährungswende voranbringen.

Zusammen mit Stefan Schwarzer, Permakultur-Designer im Ökodorf Tempelhof, erscheint am 20.2.2017 im oekom-Verlag


Die Troika – Macht ohne Kontrolle

Eine griechische Tragödie und europäische Groteske in fünf Akten
Zusammen mit Harald Schumann
Erschienen Ende September 2015 im Verlag edition zeitpunkt

Ackergifte? Nein danke!
Für eine enkeltaugliche Landwirtschaft

Erschienen Ende Oktober 2014 in der Reihe thinkoya im Drachenverlag

Das Buch thematisiert die Allgegenwart von Pestiziden wie Glyphosat und vielen anderen, die die von den Behörden propagierte „Koexistenz“ von konventioneller und Bio-Landwirtschaft unmöglich macht.

 

 

Glücksökonomie – Wer teilt, hat mehr vom Leben

erschienen am 29.August 2014 im oekom-Verlag

Kommentare, Rezensionen und Lesungstermine

unter www.gluecksoekonomie.net.

Good News: Buch auf Englisch erschienen

Das vor rund einem Jahr erschienene Buch “Gute Nachrichten” mit mehr als 30 ausgewählten Geschichten aus “Visionews” ist jetzt in aktualisierter Form auch auf Englisch erschienen: “Good News – how women and man stop violence and save the planet”, herausgegeben von der “Visionews”-Initiatorin Ute Scheub und der  Heinrich-Böll-Stiftung. Das gedruckte Buch können Sie auf der  Website der Heinrich-Böll-Stiftung bestellen. In Form einer PDF-Datei können Sie es auf Visionews herunterladen.

Terra Preta – die schwarze Revolution aus dem Regenwald

Neu beim oekom-Verlag erschienen und mit dem Sonderpreis der Jury beim Gartenbuchpreis 2013 ausgezeichnet.

Begründung der Jury: „Terra Preta – die aus Südamerika stammende, sagenhafte fruchtbare „schwarze Erde“ – zieht seit einiger Zeit das Interesse zahlreicher gärtnernder Laien und Fachleute auf sich. Mit dem Band wird nun das erste umfangreichere Buch in deutscher Sprache zu diesem Thema vorgelegt. Dabei beleuchtet das Werk die Möglichkeiten und Grenzen dieses Pflanzsubstrates im Gartenbau. Es behandelt ökologische Aspekte und enthält sowohl konkrete Gebrauchsanweisungen – auch zur Eigenherstellung von Terra Preta – als auch Kurzbeschreibungen von Terra  Preta-Projekten aus aller Welt. Bemerkenswert ist, dass sich gleich drei kompetente Autoren zur Erstellung des Buches zusammengefunden haben.“

Der Buchinhalt: Terra Preta do Indio lautet der portugiesische Name für einen Stoff, dem man wundersame Eigenschaften zuschreibt. Die Presse überschlägt sich mit Berichten über das »Schwarze Gold«, die Wissenschaft glaubt mit der Schwarzerde aus dem Regenwald zwei der größten Menschheitsprobleme lösen zu können – den Klimawandel und die Hungerkrise. Das Gute daran: Jede(r) kann mithelfen, denn seit 2005 ist das Geheimnis um die Herstellung der Wundererde gelüftet – ein Geheimnis, welches mit dem Niedergang der einstmals blühenden Indianerkulturen Amazoniens verloren zu gehen schien. Die Rezeptur mutet dabei erstaunlich einfach an, denn mehr als Küchen- oder Gartenabfälle, Holzkohle und Regenwürmer sind nicht nötig – Terra Preta ist somit auf jedem Balkon und in jedem Kleingarten herstellbar. Das Autorentrio Scheub, Pieplow und Schmidt hat sich auf Schatzsuche begeben und das Wissen um die fruchtbarste Erde der Welt in einem kundigen Führer zusammengetragen. Neben einer fundierten Gebrauchsanweisung zur Herstellung von Terra Preta und Biokohle (biochar) informiert das Handbuch über die Grundprinzipien von Klimafarming und Kreislaufwirtschaft. Es ist ein flammendes Plädoyer gegen Kunstdünger und Gentechnik und ein unerlässlicher Ratgeber für alle, denen gesunde Lebensmittel am Herzen liegen.
Einige der Rezensionen: „Die Erläuterungen und Tipps sind so anschaulich, dass man sie am liebsten gleich ausprobieren möchte“ (Deutschlandradio Kultur, 4.3.13)

„Statt industrialisierter Intensivlandwirtschaft, die lebensnotwendige Ressourcen vergeudet, verschmutzt und zerstört, geht es darum, Stoffkreisläufe zu schließen. Dadurch wird nachhaltige Landnutzung in neuen Dimensionen möglich.“ (taz, 6.5.13)

„Wer ein gutes Gewissen und üppige Beete haben will, sollte das unbedingt lesen“ (Berliner Zeitung vom 20.7.13)
„Ein faszinierendes Buch nicht nur für Landwirte und Gärtner“ (Neues Deutschland vom 29.7.13)

Futurzwei Zukunftsalmanach

Der gerade im Fischer Verlag erschienene „Zukunftsalmanach“ wurde von Harald Welzer und Stephan Rammler herausgegeben und enthält viele Geschichten von mir über ökosoziale Pioniere, die ich für Futurzwei geschrieben habe.

Gute Nachrichten!

Wie Frauen und Männer weltweit Kriege beenden und die Umwelt retten

Hrsg. von der Heinrich-Böll-Stiftung und Ute Scheub
1. Auflage, Berlin 2012, zahlreiche Photos
176 Seiten; ISBN 978-3-86928-092-9
Das Buch ist ab dem 8. Oktober bei der Heinrich-Böll-Stiftung erhältlich (buchversandatboelldotde)

Beschissatlas

Zahlen und Fakten zu Ungerechtigkeiten in Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt.

Anfang 2013 hat das Team der Robert-Jungk-Bibliothek den „Beschissatlas“ in die „Top Ten Zukunftsliteratur“ gewählt. Begründung: Das Buch biete „brisante Fakten“, sei „exzellent recherchiert“ und „ansprechend illustriert“. Das ist bereits die zweite Auszeichnung des von mir geschriebenen und von Yvonne Kuschel illustrierten Buches, das im März 2012 im Ludwig-Verlag (Randomhouse) erschien.

Seit Mai 2012 darf es das Prädikat „Die schönsten deutschen Bücher“ tragen. Eine Jury der Stiftung Buchkunst zeichnete es als eines der „25 schönsten Bücher des Jahres 2012“ aus. „Wenn die Stiftung ein Buch prämiert, ist das für die Hersteller und Gestalter der Ritterschlag“, so die Vorstandsvorsitzende der Stiftung in einem Interview. Pro Sparte werden fünf Bücher ausgewählt, der „Beschissatlas“ gehört zur Kategorie Ratgeber & Sachbücher. Die Jury wählte das Werk aus insgesamt 889 Einsendungen aus. Ihre Begründung:

„Hier wird ein brisantes Thema auf unverkrampfte Art dargestellt. Es ist ein zwar unterhaltsames, aber erschütterndes Panoptikum des ökonomischen, ökologischen und sozialen Chaos auf diesem Planeten. Der unterhaltsame Aspekt wird nicht nur getragen durch das journalistische Konzept, sondern vor allem durch die hybride Bebilderung. Piktogramme, Diagramme, Karikatur, Collage, Handzeichnung, Computergrafik – mal malerisch, mal grafisch, meist farbig, manchmal schwarzweiß, hier erzählerisch, da didaktisch – das alles wirkt beim Durchblättern (auch wenn die Klappenbroschur sich durch das suboptimale Aufschlagverhalten etwas sträubt) enorm anregend; fast bekommt man den Eindruck, man hätte ein Kinderbuch oder etwa ein Lehrbuch der Illustrationsstile vor sich.

Aber Vorsicht: In dem Augenblick, wenn man an irgendeiner Stelle innehält, schlägt diese Heiterkeit in bittere Ironie um, und zwar als Parallelführung zum real existierenden Zynismus der globalisierten Ökonomie. Selten wurde einem so schön so schwindelig. Man tröstet sich lediglich in der Hoffnung, dass der ein oder andere Aspekt vielleicht etwas zu pauschal zusammengefasst sein möge. Dieses Buch ist also ein besonderes Beispiel dafür, wie subversiv gestalterische Energie sein kann.“

Auszüge aus den Rezensionen:

Sabine Vogel von der Berliner Zeitung bzw. Frankfurter Rundschau urteilte: „Nichts ist so manipulativ einsetzbar wie Statistiken. Weil die gescheite Ute Scheub das natürlich auch weiß, formuliert sie ihr Anliegen direkt und ohne Scheu vor Ideologieverdacht. Ziel dieser wahnwitzigen Zahlensammlung ist Aufklärung über Ungerechtigkeit. Am Ende jeder der 12 Kapitel ihres tollen (und von Yvonne Kuschel zauberhaft illustrierten) „Beschiss-Atlas“’ heißt es deshalb appellativ „So kann es auch sein“.

„Figaro“-Rezensentin Bettina Baltschev fand den „Beschissatlas“ so überzeugend, „dass man ihn sich gut auch als Schulbuch vorstellen könnte“.

„Welt“-Rezensentin Claudia Ehrenstein störte sich zwar an dem „derben Titel“, fand indes, dass wir „erstaunliche und oft auch überraschende Zahlen“ in dieser „ungewöhnlichen Datensammlung“ aufbereitet haben.

Ralf Julke von der Leipziger Internet-Zeitung befand: „Das Erstaunliche an diesem Buch und seiner Faktenfülle: Es führt all die brennenden Problemfelder der Gegenwart zusammen, all die Einzelbaustellen, die in der täglichen Berichterstattung scheinbar nichts miteinander zu tun zu haben scheinen. Und wenn man so durchblättert und so seine kleinen Freuden mit den witzigen Illustrationen von Yvonne Kuschel hat, merkt man, dass die Probleme alle miteinander zusammen hängen.“

Und Radio Bremen fand: „Das Buch lohnt wirklich. Es ist eine absolut ungewöhnliche Datensammlung.“

Hier eine Videorezension der WAZ-Verlagsgruppe: http://www.derwesten.de/video/buchtipp-scheub-kuschel-beschiss-atlas-id6660581.html

Und hier eine Rezension aus der Schweiz: http://www.20min.ch/panorama/news/story/30372683

50 einfache Dinge, die Sie tun können, um die Gesellschaft zu verändern

2011, Westend-Verlag

Spätestens Stuttgart 21 hat es gezeigt: Die Zeiten sind vorbei, in denen die Bürger der Politik folgen und vertrauen. Aber wir alle wissen häufig nicht, wo wir konkret ansetzen können. Hier liefert das Buch 50 Ansätze für jedermann, um im Großen genauso Einfluss zu nehmen auf gesellschaftliche Verhältnisse wie im Kleinen auf das persönliche Lebensumfeld. Kein typischer Ratgeber, sondern ein Sachbuch mit Gebrauchswert.

Redaktion: Ute Scheub, Matthias Bröckers, Jürgen Gottschlich.

Herausgeberin: Ines Pohl

Heldendämmerung

Die Krise der Männer und warum sie auch für Frauen gefährlich ist

2010, Pantheon-Verlag

In den letzten hundert Jahren hat sich durch Frauenemanzipation und Globalisierung ein radikaler gesellschaftlicher Wandel vollzogen, den die Menschheit so noch nie erlebt hat. Der grundlegende Unterschied zwischen Menschen – der zwischen Mann und Frau – wird neu interpretiert. Jahrhunderte alte Vorstellungen von dem, was einen Mann bzw. eine Frau ausmacht, verlieren zunehmend ihre Bedeutung. Ute Scheub zeigt eindrücklich, welche Folgen das hat und warum das auch für Frauen nicht nur eine gute Nachricht ist.

Der SPIEGEL urteilt in seiner Ausgabe vom 15.März: “Trotz trostloser Befunde en gros und en détail bleibt Scheubs Essay nicht im Morast der Lage stecken: Ihre “Heldendämmerung” berichtet auch über hoffnungsvolle Initiativen und steckt insgesamt voller Witz und subversiver Erkenntnis.”

Die Neue Züricher Zeitung schreibt: “Ute Scheub geht in ihrem außerordentlich lesenswerten – und keineswegs der feministischen Kampfliteratur zuzurechnenden – Buch der Frage nach, weshalb Männlichkeit seit dem 19. Jahrhundert einen «irrationalen Überschuss» an Brutalität, Terror und Waffengewalt hervorbringt.”

Die Frankfurter Rundschau urteilt: “Es ist ein großer Vorzug dieses Buches, Partei zu nehmen, aber nicht parteiisch zu sein, dafür populär und journalistisch. Kulturgeschichte, Zeitgeschehen – reich illustriert mit Hintergründen, Zitaten, Sittenbildern aus der Welt der Politik und unverstellter Meinung, die aufklären, nicht manipulieren will: Das kann man in Scheubs “Heldendämmerung” abholen. Und, was am schönsten ist: den unverwirklichten, aber ewig jungen Traum der Vernunft, dass es möglich sein muss, gleichberechtigt und fair in einer Welt zu leben, in der die Politik sich weniger um Rituale und Machterhalt schert als darum, den Menschen zugewandt zu sein.”

Und die WAZ: “Das Buch ist durchaus kämpferisch, verzichtet aber auf die üblichen Zutaten von Frauenbüchern. Scheubs Leitlinie ist Information.”

Hier kommt man zu einer Leseprobe: http://www.randomhouse.de/scheub und einem Vorabdruck in der taz. “5 Fragen an ein Buch” im Magazin der Süddeutschen Zeitung

Besprechungen des Buches in der Berliner Zeitung, Hamburger Abendblatt, Basler Zeitung und Züricher Tagesanzeiger, Vorwärts, Aviva, im bookreporter, bei Miss Tilly, im Parlament

Auf der Leipziger Buchmesse wurde ich für Buchzeit-Extra meiner Lieblingssendung “Scobel” in 3 sat, am taz-stand sowie im MDR-Fernsehen interviewt.

Weitere Interviews in Zeit-Online, im Deutschlandradio Kultur, in NDR Kultur , im MDR, im Sender Österreich 1.

Das falsche Leben – Eine Vatersuche

2006, Piper-Verlag

Ein Mann steht vor zweitausend Menschen auf, ruft »Ich grüße meine Kameraden von der SS!«, setzt eine Flasche Zyankali an die Lippen und trinkt – Stuttgart, Evangelischer Kirchentag 1969. »Der Tod trat auf dem Weg ins Robert-Bosch-Krankenhaus ein«, notiert Günter Grass, der diesen Manfred Augst in »Aus dem Tagebuch einer Schnecke« porträtiert hat. 35 Jahre später stößt Manfred Augsts Tochter auf den Abschiedsbrief, die Tagebücher und die Briefe ihres Vaters. Eine erschütternde Spurensuche beginnt, bei der Ute Scheub mehr findet als nur ein einzelnes Schicksal. Wie viele jener Männergeneration, die Nachkriegsdeutschland geprägt hat, konnte Manfred Augst nicht über seine Erlebnisse im Krieg reden, schon gar nicht mit seinen Kindern, denen er nur ein ferner, liebloser Vater sein konnte. »Er ist – buchstäblich – an seinem Schweigen erstickt.«

Auszug aus bisherigen Rezensionen:

„Die große Kunst von Scheubs Buch ist, daß sie beides erzählt: Die persönliche Geschichte, den lebenslangen Kampf gegen den Vaterschatten (…) Und die Geschichte ihrer Generation, der Täterkinder.“

(Volker Weidemann in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“)

„Wer Ute Scheub (…) besucht, begegnet der Klarheit eines Menschen, der sich den schmerzhaften Seiten seiner Herkunft gestellt hat.“

(Felix Müller in der „Welt“ vom 20.2.2006)

„Und das ist das Besondere, das Herausragende an Ute Scheubs Vatersuche: Sie lässt uns an ihrem inneren und äußeren Weg der Suche teilhaben, kompromisslos mit sich selbst beschönigt sie keinen Hass, keine Wut, kein Mitleiden mit dem Vater.“

(Mechthild Blum in der „Badischen Zeitung“ vom 27.2.2006)

„Ute Scheubs Buch wird dabei helfen, diese Krankheit des Schweigens begreifen zu lernen.“

(„SPIEGEL“ vom 6.3.2006)

„Ihr Stil ist eloquent, distanziert und doch mitten im Stoff. Tochter und Dokumentaristin in einem zu sein, das ist ein qualvoller Spagat. Scheub schafft ihn und der Leser fiebert mit.“ (Bücher-Magazin 02/2006)

Friedenstreiberinnen – Elf Mutmachgeschichten aus einer weltweiten Bewegung

2004, Haland & Wirth im Psychosozial-Verlag

In diesem Buch erzahlt Ute Scheub die persönlichen Lebensgeschichten von knapp einem Dutzend Frauen aus Krisenregionen, die sich in beispielhafter Weise um den Frieden bemühen. Diese „Friedenstreiberinnen“ engagieren sich in Afghanistan, Bosnien, Großbritannien, Indien, Irak, Israel-Palästina, Kolumbien und Ruanda oder auch im weltumspannenden Rahmen. Sie schützen Flüchtlinge, unterstützen traumatisierte Kriegsopfer, schulen Menschen in gewaltfreier Konfliktbearbeitung, blockieren Atomwaffenlager, bringen Kriegsverbrecher vor Gericht oder organisieren politische Lobbyarbeit bei der UNO. Ihre Methoden sind dabei verblüffend ähnlich und Ihre Erfolge machen sie zu Mutmacherinnen für uns alle.

Verrückt nach Leben – Berliner Szenen in den zwanziger Jahren

2000, Rowohlt Taschenbuch-Verlag

Die zwanziger Jahre: Tanz am Rande des Abgrunds und Jahrzehnt der Befreiung. Berlin in den Zeiten der Inflation: rußgeschwärzte Hinterhoftristesse, aber auch das Zentrum der Avantgarde und Eldorado der Frauen, die es in ein neuartiges, aufregendes Leben drängte. Vicki Baum und Gabriele Tergit, Helen Hessel und Dinah Nelken, Anita Berber, Marlene Dietrich oder Claire Waldoff, Hannah Hoch, Charlotte Wolff, Valeska Gert, Trude Hesterberg wie so viele andere berühmte, vergessene und unbekannte Frauen prägten in der Weimarer Republik das Bild der «Neuen Frau», die mit Bubikopf, kniekurzem Rock oder Smoking die moderne Metropole eroberte. Verrückt nach Leben ist das reich bebilderte Portrat einer «Stadt der Frauen», die 1933 ein jähes Ende fand.

Zwischen Prunk und Stunk – Eine kleine Hamburger Skandalchronik

1986, Verlag am Galgenberg

Hamburg ist ohne Zweifel eine der schönsten Städte Europas. Aber hinter den Kulissen stinkt es. Polizei- und Justizskandale beschäftigen die Stadt. „Außer Pinzner blickt Hamburgs Polizei auf eine Reihe weiterer unbewältigter Skandale zurück.“
„Das Fiasko im Polizeipräsidium fügt sich in eine Serie von Pannen und Skandalen, die immer umfänglicher wird, sie reicht von der Verwicklung leitender Kripoleute in Kiezgeschäfte bis zur jahrelangen Inanspruchnahme eines V-Mannes, der sich schließlich als Mörder entpuppte.“

Wo sind die Milliarden aus „Onkel Kerns Hütte“ geblieben? Sicherlich nicht im Müll der Stadtreinigung, die in der kleinen Hamburger Skandalchronik ihren Platz hat.
Hamburg – „Das Hoch im Norden – tief im Dreck“ ist das bittere Resümee einer Landschaft vom Georgswerder Müllberg bis zur Elbe, in der Arsen und Radioaktivität aus Tschernobyl unvermessen in der Luft liegt. Wer dagegen protestiert, kommt einfach in den berühmt gewordenen Hamburger Kessel.
Die Autoren Ute Scheub und Rainer Link fördern bei ihrem Streifzug durch Rathaussäle und Parteizentralen die Alltäglichkeit der Arroganz der Macht, milliardenschwere Skandale, Umweltfrevel, Ämterpatronage bis hin zur schlichten Inkompetenz zutage.
Alles in allem, eine gelungene Skandalchronik, bei der der Appetit schon vor dem Lesen kommt.

Alte Bekannte – Den neuen Nazis und ihren geheimen Freunden auf der Spur

1985, Rowohlt-Verlag

„Wenn schon die Wirklichkeit wie ein Krimi ist, warum nicht einen drüber schreiben?!“

„Alte Bekannte“ spielt in einem Milieu, in dem Geheimpläne, Verschwörungsrituale, Waffenschiebereien, Spitzeleien und gegenseitiger Verrat an der Tagesordnung sind. Was da unter den Augen und teilweise mit kräftiger Unterstützung des Verfassungsschutzes getrieben wird, wäre schon längst ein handfester Skandal, gäbe es nicht genügend maßgebende Leute, die das zu verhindern suchten. Hannah und der Journalist Beppo sind die beiden Hauptpersonen dieser nach „Krawalle und Liebe“ zweiten Erzählung der jungen Autorin Ute Scheub. Den neuen Nazis und deren gar nicht so neuen Freunden auf der Spur, geraten sie in eine Ecke „dieser unserer Republik“, die im politischen Alltag der Wende- und Aufschwungsparolen zwar regelmaßig übergangen wird, aber beileibe nicht abgeschafft worden ist.

Krawalle und Liebe – Geschichte aus Berlin

1983, Rowohlt Taschenbuch-Verlag

«Heldin warf sich in die wirbelnden Wellen der Leiber, wollte darin getragen werden, wollte darin untergehen. Lief kräftigen Männerkörpern hinterher, schmiegte sich an weiche Frauenkörper. Es ist doch Frühling …»

Ute Scheub schildert die Geschichte einiger junger Leute, die sich mit Haut und Herz an der Berliner Hausbesetzer-Bewegung beteiligt haben. Leicht und unverbissen beschreibt sie ein Lebensgefühl, dessen Spontanität und Kompromißlosigkeit den Traum einer Generation sichtbar werden läßt. Den Traum vom Leben.